Steigern Sie gezielt Ihre Arbeitgeber-Attraktivität bei Azubis und binden so die Fachkräfte von morgen

5 Tipps, um die Arbeitgeberattraktivität bei Auszubildenden zu steigern

17 April 2024

Während sich die Wirtschaft von den Krisen der letzten Jahre erholt, wird der Aufschwung zunehmend von einem Mangel an Fachkräften bedroht. Es fehlen vor allem technische Spezialistinnen und Spezialisten, wie Tischlerinnen und Tischler oder Elektrikerinnen und Elektriker.
Eine logische Konsequenz also, dass besonders Ausbildungsbetriebe ihre Arbeitgeberattraktivität steigern müssen, um im War for Talents der Gen Z bestehen zu können.

Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sehen die meisten Jugendlichen für sich gute Chancen auf dem Ausbildungsmarkt, bei den Ausbildungsplätzen hingegen noch Verbesserungsbedarf. Als Unternehmen heißt es nun, genau diese Chance gezielt zu nutzen, um junge Talente für sich zu gewinnen. Die gezielte Steigerung der Arbeitgeberattraktivität ist das Gebot der Stunde: Junge Menschen wollen einen Arbeitsplatz, mit dem sie sich identifizieren und an dem sie Wertschätzung erfahren. 

Lesen Sie in unserem Artikel, warum Authentizität hier wichtig ist und wie Sie kurz und knapp zielgruppengerecht mit Mehrwert kommunizieren – ohne dabei leere Versprechungen zu machen. So steigern Sie nachhaltig Ihre Arbeitgeberattraktivität bei Auszubildenden und setzen einen wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft Ihres Unternehmens. Los geht’s!

Herausforderungen bei der Ausbildung von Fachkräften

Die Suche nach Auszubildenden ist für Deutschlands Unternehmen nicht immer einfach: Betriebe beklagen den Mangel an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern als die größte Herausforderung in der Fachkräfteausbildung. Dazu kommt, dass sich viele Berufsbilder, in denen Azubis aktuell ausgebildet werden, in den nächsten Jahren aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung mehr und mehr verändern werden.

Ausbildungsbetriebe müssen somit an zwei Stellen arbeiten:

  1. Aktuelle Lage: Unternehmen müssen den derzeitigen Bedarf an Ausbildungsstellen sichern und geeignete Auszubildende finden.
  2. Blick in die Zukunft: Firmen sollen Impulse für eine zukunftsorientierte Berufswahl geben und junge Talente dafür begeistern.

Die Umsetzung beider Punkte klappt am besten mit einem ansprechenden Image. Zauberformeln gibt es keine, um die Arbeitgeberattraktivität zu verbessern und massenhaft bestens geeignete Talente für eine Ausbildung zu finden. Allerdings sollten Sie als Unternehmen einen Perspektivenwechsel vornehmen:

  • Haben Sie überlegt, welche Erwartungen junge Talente an ein Unternehmen haben?
  • Was ist den angehenden Auszubildenden wichtig – anders als den bestehenden Arbeitskräften einer älteren Generation? 

Erwartungen an den Ausbildungsbetrieb

Betrachtet man die Erwartungen von Arbeitnehmenden an ein Unternehmen, gibt es deutliche Unterschiede aufgrund des demografischen Wandels und der Beschäftigung von unterschiedlichen Generationen (Baby Boomer, Generation Y, Generation Z). Die zwischen 1995 und 2010 geborene Generation Z ist die derzeit jüngste am Arbeitsmarkt vertretene Generation. Dennoch hat auch sie bereits klare Erwartungen an potenzielle Arbeitgebende, wie Erhebungen von Statista zeigen. Dazu zählen auch folgende Aspekte:

  • Höheres Einkommen: Auch die Generation Z spürt die Folgen der Inflation und daraus hervorgehenden Teuerung bereits am eigenen Leib. Bereits im jungen Alter mit wirtschaftlichen Krisen umgehen zu müssen, lässt naturgemäß den Wunsch nach höherem Einkommen groß werden.
  • Positive Unternehmenskultur: „Wahre Schönheit kommt von innen“ – eine positive Unternehmenskultur, die von Mitarbeitenden gelebt wird, strahlt nach außen und spricht für sich. Dazu gehören ein gutes Arbeitsklima, Offenheit, Transparenz, flache Hierarchien, ein respektvoller und vertrauensvoller Umgang und Unterstützung für die persönliche Weiterentwicklung.
  • Örtliche Nähe des Arbeitsplatzes: Junge Arbeitssuchende möchten sich lange Arbeitswege sparen. Besonders geprägt durch Zeiten, in denen die meisten Arbeiten von zu Hause aus erledigt wurden, ist die Generation Z weniger bereit, für den Job zu pendeln, als ältere Generationen.
  • Trennung von Job und Freizeit: Work-Life-Blending und 24/7 Erreichbarkeit sind passé. Die neue Generation Z möchte eine strikte Trennung von Job und Privatleben – tagsüber im Büro, dafür abends nach Feierabend nicht mehr erreichbar sein.
  • Anerkennung bei der Arbeit: Wertschätzung für die erbrachte Leistung wird bei Arbeitssuchenden der Generation Z großgeschrieben. Ganz im Einklang mit positiver Unternehmenskultur gilt es, den Mitarbeitenden gegenüber Anerkennung zu zeigen, und zwar regelmäßig und aufrichtig. 
  • Stabilität: Die Bedeutung der Arbeitsplatzsicherheit bleibt generationenunabhängig bestehen und die Wahl des Ausbildungsbetriebs hängt vorrangig von den Übernahmechancen ab, was eines der wichtigsten Entscheidungskriterien ist.

Wie man sieht, unterscheiden sich die Anforderungen der jüngeren potenziellen Auszubildenden hinsichtlich ihrer Erwartungen an den Arbeitsplatz von jenen der bestehenden Mitarbeitenden. Die Arbeitgeberattraktivität für Azubis zu steigern erfordert also neue Ideen und Strategien.

Schaffen Sie eine attraktive Unternehmenskultur, die die Bedürfnisse von jungen Talenten in der Fachkräfteausbildung berücksichtigt, und vermitteln Sie diese glaubwürdig – im Idealfall natürlich u.a. über Soziale Medien. Und wie schaffen Sie Glaubwürdigkeit? Lassen Sie Taten für sich sprechen.

5 Tipps, um die Arbeitgeber-Attraktivität bei Azubis zu steigern

Authentizität steht nicht nur beim allgemeinen Employer Branding, sondern auch beim Recruiting von Auszubildenden im Vordergrund. Speziell bei jungen Talenten überzeugen Erfahrungswerte und Erzählungen von aktuellen oder ehemaligen Azubis, denn diese erleben die propagierte Unternehmenskultur Tag für Tag aus erster Hand. Ihre Berichte haben besonderes Gewicht und schaffen Vertrauen.

Auszubildende, die stolz auf sich und ihren Ausbildungsbetrieb sind, fungieren als Multiplikatoren und Sprachrohre. Mit diesen 5 Tipps steigern Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität für Auszubildende:

Tipp 1: Wertschätzung

Gehen Sie auf Augenhöhe mit Ihren Azubis um und kommunizieren Sie offen, respektvoll und vertrauensvoll. Dazu zählen auch Anerkennung und Lob für guten Einsatz sowie ein persönlich ausgesprochenes „Danke“. Allein diese „Kleinigkeiten“ wirken Wunder und motivieren.

Tipp 2: Fördern und Fordern

Trauen Sie Ihren Auszubildenden etwas zu, und unterstützen Sie sie auf dem Weg zum Ziel. Geben Sie Ihren Azubis schrittweise mehr Verantwortung, beispielsweise in bestimmten Aufgabenbereichen oder im Rahmen von eigenständigen Projekten.

Tipp 3: Faire Entlohnung

Würdigen Sie gute Leistungen neben einem fairen Gehalt auch durch nicht-monetäre Anreize wie Benefits, Prämien oder gemeinsame Ausflüge.
Besonders beliebt als Benefit für Auszubildende ist der steuerfreie Sachbezug sowie Restaurant-Zuschüsse, da diese einen echten geldwerten Vorteil bieten und zusätzlich beispielsweise die gemeinsame Mittagspause den Zusammenhalt im Team verbessert.
 
Kurzes Rechenbeispiel:
Mindest-Bruttogehalt im 1. Lehrjahr im Jahr 2023*: 620,– €
> Ergibt ein Netto-Gehalt von ca. 500,– €
+ Steuerfreier Sachbezug i.H.v. 50,– €
+ Restaurant-Zuschuss i.H.v. 108,45 €
= 658,45 € netto (+30% mehr Nettogehalt)
 
*Quelle: destatis

Tipp 4: Transparente Perspektiven nach der Ausbildungszeit

Besprechen Sie frühzeitig eine etwaige Übernahme der Auszubildenden in ein unbefristetes Dienstverhältnis oder geben Sie Ratschläge, falls eine Übernahme nicht stattfinden wird. Transparenz und Offenheit stehen dabei an oberster Stelle.

Tipp 5: Teamgeist und Spaß an der Arbeit

Im kollegialen Zusammenhalt lässt sich deutlich mehr leisten, als wenn man allein auf weiter Flur ist. Setzen Sie daher Maßnahmen, um den Zusammenhalt, das Gefühl der Zugehörigkeit sowie die gegenseitige Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen zu fördern.

Fazit: Bleiben Sie auch in Zukunft ein attraktiver Ausbildungsbetrieb

Trotzen Sie dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel durch ein starkes Arbeitgeberimage. Setzen Sie sich mit den Wünschen Ihrer bestehenden und potenziellen Auszubildenden auseinander und gestalten Sie ein Arbeitsumfeld, das Freude bereitet. Schaffen Sie eine ganzheitlich attraktive Berufsausbildung und sprechen Sie darüber, was Sie und Ihre Auszubildenden leisten. Rücken Sie Ihre Azubis ins Rampenlicht und lassen Sie sie darüber erzählen, was eine Ausbildung bei Ihnen so wertvoll und spannend macht. So steigern Sie authentisch und nachhaltig Ihre Attraktivität als Arbeitgeber.

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